Archiv für den Monat: Juli 2015

B 4: Das Thukydides-Papier von DGS …

… trägt als Überschrift ein Zitat des antiken griechischen Militärhistorikers Thukydides:

 

»Ehe man an die nötige Tat herangeht«.
SYRIZA-Debatte: Kein Strategiewechsel ohne Truppen-Reorganisation. Zum Verhältnis von Handeln und Denken nicht nur in Griechenland

http://www.neues-deutschland.de/artikel/979085.ehe-man-an-die-noetige-tat-herangeht.html

 

Der Text wirft zu dem Satz, „Letztlich hat es … die Linke in Europa versäumt, ernsthafte Überlegungen für einen Plan B zu entwickeln.“, aus dem „Grexit-Frage(n)“-Text von Janine Wissler und Nicole Gohlke (Basistext 3) folgende Fragen auf:

„Ja, aber was heißt das denn? – jetzt, nachdem die SYRIZA-Regierung ein halbes Jahr im Amt ist; nachdem Tsipras die Brüsseler Vereinbarung unterschrieben hat; nachdem das griechische Parlament die ersten beiden geforderten Gesetzespakete verabschiedet hat – und nachdem dieser Plan B (der im übrigen vielleicht schon immer hätte der ‚Plan A’ sein sollen) nicht existiert? […] Kann die Strategie mitten im Kampf gewechselt werden, ohne die Truppe darauf vorzubereiten?“

http://plaene.blogsport.eu/files/2016/01/thukydides-papier_von_dgs.pdf

BT 3: „Grexit-Frage(n)“-Artikel von Janine Wissler / Nicole Gohlke im „ND“

Als sich die Grenzen der Kompromißfähigkeit und -bereitschaft der Bourgeoisie unter den Bedingungen der kapitalistischen Krise am Beispiels Griechenlands zeigten, forderten einige Linke nun einen „Plan B“: Die Strategie der Verhandlungen mit den EU-Institutionen sollten mit der Bereitschaft zu einem (griechischen) Austritt aus der Eurozone (bzw. der solidarischen Unterstützung eines eventuellen solchen Austritts durch die linken in den anderen europäischen Ländern) verbunden werden. Dies war im Juli u.a. der Vorschlag von Janine Wissler und Nicole Gohlke (beide Linkspartei) in ihrem „Grexit-Frage(n)“-Artikel (BT 3) im Neuen Deutschland:

 

Die Grexit-Frage(n) stellen.
Das griechische OXI und die politischen Prämissen der Linkspartei

http://www.neues-deutschland.de/artikel/978846.die-grexit-frage-n-stellen.html

 

BT 6: 15 Strategie-Thesen der LCR-Belgien

 

15 Thesen zur Machtprobe in Griechenland und die Dringlichkeit einer linken Strategiedebatte

http://scharf-links.de/44.0.html?&tx_ttnews[tt_news]=52304&tx_ttnews[backPid]=56&cHash=c904c8f89b

 

engl. Fassung des Papiers:

http://www.internationalviewpoint.org/spip.php?article4135

Das Papier formuliert u.a. die These, mit der griechischen Erfahrung der ersten sieben Monate des Jahres 2015 „ist erwiesen, dass eine soziale, demokratische und ökologische Politik nicht machbar ist, ohne die EU auszuschalten. Die Alternative liegt nicht darin, wieder zum Nationalstaat zurückzukehren, was nur Krieg zwischen den europäischen Mächten bedeuten kann, sondern einen langfristigen Kampf zu führen, der die EU lahmlegt und dann zerschlägt, um sie durch etwas völlig Neues zu ersetzen: die Vereinigten Sozialistischen Staaten von Europa.“

BT 22: Die AK-/LCM-Kontroverse über einen Grexit (Juli 2015)

Als Vorläuferin der Diskussion über Plan A, B, C, … kann die Kontroverse vom Juli 2015 zwischen dem Lower Class Magazine (LCM) und analyse & kritik (AK) angesehen werden. Am 6. Juli schrieb Peter Schaber im LCM:

Die Reaktionen aus Berlin und Brüssel zeigen: Nicht einmal […] minimale Abweichung [von der Austeritätslinie] will man gestatten. Deutschland führt wieder, wer nicht auf Linie ist, wird diszipliniert. Unter diesen Bedingungen ist das Festhalten an einer vermeintlichen Notwendigkeit, in Euro-Zone und EU zu verharren eine Beschränkung des eigenen Möglichkeitsraums, die fatale Folgen haben kann.

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