BT 9: „Mao-Papier“ von DGS

Auf das „Austerix“-Papier von Katja Kipping (BT 8) antwortete DGS mit einem zweiteiligen Text (mit Bezügen auf Mao Tse-tung):

„Sollte einmal der Fall eintreten, daß die griechische Bevölkerung (und das muß m.E. nicht heißen: mindestens haargenau 50,01 % der griechischen Bevölkerung) mit dem Revolutionieren anfangen wollen, indem sie – nicht anfangen massenhaft die LAE / ‚Volkseinheit‘ zu wählen –, sondern massenhaft anfangen, Betriebe, Verwaltungen und Straßen zu besetzten; Räte der (multinationalen und multigeschlechtlichen) Klasse der Lohnabhängigen und BewohnerInnen bestimmter Stadtteile zu bilden; sich zahlreich in ANTARSYA und anderen revolutionären Organisationen und Bündnissen zu organisieren und am Ende sogar zu bewaffnen, dann bestünde die historische Verantwortung der hiesigen neu-großdeutschen Linken (ob leninistisch oder nicht) darin, sich sofort und keinesfalls unkritisch an die Seite dieses Versuchs des Anfangens mit dem Revolutionieren zu stellen.“

und

Mir scheint eines der grundlegende Probleme der Linken im allgemeinen ist bereits jetzt, daß

  • ausgerechnet die, die in Sachen Geschlechterverhältnis, Nationalismus, Ökologie und vermutlich noch einigen anderen Themen die deutlich avanciertere und auch kritischere Position vertreten, gleichzeitig diejenigen sind, die sich in Sachen Klassenkampf, Zerschlagung des bestehenden Staatsapparates und Organisierung der revolutionären Avantgarde von den m.E. weiterhin richtigen Einsichten von Marx und – ich hatte mich ja bereits im ersten Teil als LeninistIn geoutet – Lenin entfernen,
  • während die anderen, die an diesen Einsichten merh oder minder festhalten, in Sachen Ökologie, Rassismus, Geschlechterverhältnis so ziemlich alles verschlafen haben.

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