Was wäre dann besser…

 

…wenn es einen ‚Block revolutionärer Gruppen’ gäbe?

Bei linksunten.indymedia gibt es einen neuen Text von systemcrash und TaP:

https://linksunten.indymedia.org/de/node/166242

 

Der Text macht die Ankündigung aus Basistext 16 (Den Klassen-Begriff diskutieren!),

„zu der Frage, was eine solche revolutionäre Struktur [Block revolutionärer Gruppen] von den bereits bestehenden sich als linksradikal, kommunistisch und/oder revolutionär verstehenden Bündnissen (IL, UG, Perspektive Kommunismus, 3A und – mit dem vermessenen Anspruch, kein Bündnis, sondern eine Organisation zu sein: – NAO) unterscheiden würde, wird es demnächst einen weiteren Text von uns geben.“

wahr.

Gliederung:

1. Grundsätzliches

2. Inhaltliches

a) Interventionistische Linke (IL)
b) …ums Ganze-Bündnis (UG)
c) Perspektive Kommunismus
d) RSO, RIO und RSB
d) (Die Reste des) 3A-Bündnis
e) Neue Antikapitalistische Organisation (NAO)
d) DKP und MLPD

3. Organisatorisch-Technisches

4. Zurück zum Grundsätzlichen

5. Resümee

Foto von S. 1 des Artikels

3 Gedanken zu „Was wäre dann besser…

  1. aus dem Text:

    Der Standort unseres Sprechens (bzw. Schreibens)

    Als ‚Zwei-Personen-Gruppe’, deren beiden ‚Mitglieder’ sich auch nicht in allen Punkten grün sind, können wir logischerweise keine große politische Praxis (auf die „die Praxis“ von vielen Linken leider immer wieder reduziert wird) entfalten, der sich dann andere Individuen und Organisationen anschließen könnten. Das heißt, es bleibt uns nichts anderes übrig, als darauf zu setzen, dass unsere Argumentationen so überzeugend sind, dass andere bereit sind, sich damit auseinanderzusetzen und dass sich aus dieser Auseinandersetzung (der gemeinsamen Diskussion) ein gemeinsames, tragfähiges Konzept ergibt, dass dann auch gemeinsam umgesetzt werden könnte.
    Wir gestehen zu, dass dies eine gewisse Luftnummer-Qualität hat, an der wir aber (zumindest im Moment) nichts ändern können. Allerdings hat auch die Praxis der existierenden Kleingruppen und Bündnisse ihre unübersehbaren Grenzen. Den Praxisbeitrag, den wir zu Zweit und mit unseren Überzeugungen leisten können, ist vor allem theoretische Praxis der Bestandsaufnahme, der Kritik, des Sichtens positiver Ansätze und der Konzeptentwicklung – und dies ist unseres Erachtens nicht Nichts.

    Vor dem Hintergrund unserer Erfahrungen im NaO-Prozess, den einige 2013 in eine – aus unserer Sicht über’s Knie gebrochenen – Organisationsgründung (Neue Antikapitalistische Organisation) münden ließen, schlagen wir ein zunächst bescheideneres, aber langfristig umso ambitionierteres Konzept vor: Einen Block / ein Bündnis revolutionärer Gruppen mit gemeinsamen theoretischen Mindestgrundlagen („Essentials“) und einer gemeinsamen politischen Praxis, soweit die inhaltlichen Übereinstimmungen tragen + Fortsetzung der theoretischen Diskussion über die verbleibenden Differenzen.
    Ob diese „Luftnummer“ sukzessive mehr Verankerung in der (gesellschaftlich-politischen) Wirklichkeit bekommen kann, hängt davon ab, ob und inwieweit andere bereit und selber überzeugt davon sind, sich an solchen und ähnlichen Bemühungen um revolutionäre Konvergenz (inhaltliche Annäherung verschiedener Strömungen und Blockorganisation revolutionärer Gruppen) zu beteiligen.
    Unsere Kritik, die wir dabei auch vorbringen, ist also keine bloß verwerfende Kritik, sondern von dem Optimismus getragen, dass sich aus dem Vorhandenen mehr und Besseres machen lässt, als zurzeit vorhanden ist. Die bundesweiten Bündnisse, die sich in den letzten mittlerweile fast zehn Jahren herausgebildet haben, sind unseres Erachtens ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, was aber nichts an ihrer – in Bezug auf Gewinnung von gesellschaftlichem Einfluss oder gar Fähigkeit, dem deutschen Imperialismus ernsthaft Steine in den Weg legen zu können – mäßigen Erfolgsbilanz ändert.
    Dass wir nicht allen diesen Bündnissen gleich nahe stehen, versteht sich von selbst. Unser Benennen von Differenzen ist dabei zugleich mit der Suche nach inhaltlichen Schnittmengen verbunden. Damit diese Schnittmengen aber nicht eine Reduktion auf Minimalkonsense bedeuten, sondern perspektivisch größer werden, ist unseres Erachtens Kritik unvermeidlich – auch wenn wir uns erlauben, zu Zweit bundesweite Bündnis zu kritisieren und dies auf dem ersten Blick etwas vermessen erscheinen mag.

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