Gradualismus

„Gradualismus“ ist der Gegenbegriff zum Konzept des „revolutionären Bruchs“:

1.

Gradualism, from Latin gradus („step“), is a hypothesis, a theory or a tenet assuming that change comes about gradually or that variation is gradual in nature. Uniformitarianism, incrementalism, and reformism are similar concepts.

(https://en.wikipedia.org/wiki/Gradualism)

Gradualismus […] ist die Hypothese, die Theorie oder eine Lehre, welche annimmt, dass Wandel graduell stattfindet. […] Inkrementalismus und Reformismus sind ähnliche Konzeptionen.“

(auszugsweise Übersetzung von plaene-Red.)

2.

In einer Kritik an der autonomen Anti-IWF-Kampagne 1988 hieß es:

„Mein zentraler politischer Vorwurf lautet also zusammengefasst, dass revolutionärer Kampf letztlich verstanden wird als quantitative Steigerung von Revolten. Mit diesem durch und durch gradualistischen Verständnis von Klassenkampf steht man methodisch auch in diesem Sinne einem linksreformistischen Politikverständnis näher als man glaubt.“

(o. Verf., Das reformistische Schaf im autonomen Wolfspelz. Autonome Theorie(n) zwischen vorkapitalistischer Idylle und spätkapitalistischem Reformismus, in: Revolutionäre Sozialisten [Hg.], Oktober, Nr. 25, Sept. 1988, S. 7 – unter der Abschnittsüberschrift „Klassenkampf und Krise oder gradualistischer Aktionsbrei“).

3.

Die Wende der Autonomen: Vom Gradualismus zum Reformismus