Formulierungen zum revolutionären Bruch
Wir wissen nicht, seit wann der Ausdruck „revolutionärer Bruch“ existiert und welcheR ihn prägte. Jedenfalls brachte der NaO-Prozess [1] ihm in den vergangenen Jahren ein hohes Suchmaschinen-Ranking ein:

Wir vermuten, daß er in der Linken aufkam oder jedenfalls an Bedeutung gewann, seitdem verbaliter revolutionäre Gruppierungen zunehmend auf einen graduellen (schrittweisen) Übergang setzen. „Revolutionärer Bruch“ markiert die Gegenposition dazu.
Zu erwägen ist allerdings auch, daß es sich einfach um eine Abkürzung der marxschen Formulierung „die bürokratisch-militärische Maschinerie […] zerbrechen“ (MEW 33, 205 f.) handelt.
Aber auch in der akademischen Geschichtswissenschaft wird der Ausdruck – kontrovers – in Bezug auf den Übergang von der Herrschaft der feudalen zur kapitalistischen Produktionsweise verwendet:
Wir haben hier 15 linke – teils deutlichere, teils verwaschenere – Formulierungen zum „revolutionären Bruch“ zusammengestellt:
- Rosa Luxemburg
- Interventionistische Linke (IL)
- Avanti – Projekt undogmatische Linke
- Deutsche Kommunistische Partei (DKP)
- Trotzkistischen Fraktion – Vierte Internationale (FT-CI)
- Neue Antikapitalistische Partei (NPA / Frankreich)
- Internationale Bolschewistische Tendenz (IBT)
- Revolutionär Sozalistischer Bund (RSB)
- Revolutionäre Perspektive Berlin (PRB)
- Sozialistische Alternative (SAV)
- …ums Ganze (UG)-Bündnis
- Revolutionär Sozialistische Organisation (RSO)
- 3A * revolutionäres Bündnis – antifaschistisch, antimilitaristisch, antikapitalistisch
- Karl Marx / Friedrich Engels
- Wladimir Iljitsch Lenin
[1] „Für uns gibt es nur 5 unverhandelbare Punkte: 1. Konzept des revolutionären Bruchs“ (http://www.nao-prozess.de/blog/neue-antikapitalistische-organisation-na-endlich-worueber-muessen-wir-uns-verstaendigen-und-worueber-nicht/)
