Revolutionär Sozialistische Organisation (RSO)

„Das [ein schrittweiser und friedlicher (meist parlamentarischer) Weg zum Sozialismus] hat sich bisher immer als Desaster herausgestellt. Die Bourgeoisie ist nicht bereit, ihren Reichtum und ihre Macht kampflos abzugeben. Sie wird je nach Bedarf ihr ganzes Arsenal an staatlicher Repression, reaktionären MörderInnenbanden und nationalistischer Verhetzung aufbieten, um ihre Herrschaft zu retten. Eine auf die graduelle und gewaltlose Reformierung des Kapitalismus ausgerichtete ArbeiterInnenbewegung kann angesichts dessen nur entweder kapitulieren oder sie wird der KapitalistInnenklasse ins offene Messer rennen.
Die Überwindung der kapitalistischen Barbarei wird nur durch eine Revolution möglich sein. Und diese Revolution wird umso unblutiger verlaufen, je besser die ArbeiterInnenklasse und insbesondere die revolutionären Kräfte auf eine gewaltsame Auseinandersetzung mit den Repressionsinstrumenten des Kapitals vorbreitet sind. Eine Konterrevolution der Bourgeoisie kann nur verhindert werden, wenn die Revolution den bürgerlichen Staat, also im wesentlichen Polizei, Justiz, Armee und Bürokratie, zerschlägt.“

„Dort, wo RevolutionärInnen direkt in Klassenkämpfe intervenieren, darf weder Anpassung an reformistische Strömungen noch idealistisches AufklärerInnentum die grundlegende Herangehensweise an solche Interventionen sein. Entscheidend ist, das Ansetzen an den unmittelbarsten Interessen mit einem Weitertreiben und einer Verallgemeinerung des Kampfes und schließlich mit einer systemüberwindenden Perspektive zu verbinden.“

„Wir sehen uns als Teil des Spektrums von subjektiven RevolutionärInnen, die nach bestem Wissen und Gewissen versuchen, eine revolutionäre Organisation zum Sturz der kapitalistischen Klassenherrschaft aufzubauen. Wir sind überzeugt, dass eine neue revolutionäre Internationale nur durch einen Umgruppierungsprozess in diesem Spektrum entstehen kann. In diesen zukünftigen Prozess wollen wir mit einer politisch, organisatorisch und numerisch möglichst starken Organisation eintreten und für unsere Positionen kämpfen. […]. Entlang von ihnen [bedeutende Klassenkampfereignisse] und ihrer theoretischen Verarbeitung wird es nicht nur zu einer Stärkung, sondern auch zu einer Neuzusammensetzung der revolutionären Kräfte kommen. Dabei werden sich die Erfahrungen und AktivistInnen von verschärften Klassenkämpfen, die Theorieentwicklung, die Intervention der revolutionären Organisationen und ihre Internationalisierung gegenseitig beeinflussen.“

(http://www.sozialismus.net//content/view/21/170/)