Archiv der Kategorie: Allgemein

Frankreich – David Doell / Bernard Schmid: Ein Ausweg aus der Sackgasse ist möglich“

David Doell und Bernard Schmid haben einen Artikel zu den Protesten gegen den Entwurf für ein neues französisches Arbeitsgesetz geschrieben. Sie postulieren:

„Eine Auflösung des Dilemmas, zwischen einer Strategie einer bestenfalls zahnlosen parlamentarischen Opposition und einer in die Sackgasse führenden Steigerung der Militanz, zwischen unwirksamen gewerkschaftlichen ‚Latschdemonstrationen‘ alle paar Wochen und dem Agieren einer selbsternannten Kleingruppen-Avantgarde wählen zu müssen, ist jedoch möglich. Unserer Auffassung nach liegt sie in einer Aufhebung dieser Teilaspekte in und durch eine Strategie der Convergence des Luttes oder Bündelung der Kämpfe, die konsequenterweise auch das Nebeneinander der verschiedenen Akteure und Aktionsformen in ein sinnvolles Verhältnis zueinander setzten muss.“

Spanien: Front klassenkämpferischer Gruppen gebildet

Anfang April fand in Madrid das zweite Treffen des spanischen Bündnisses No Hay Tiempo Que Perder (Es gibt keine Zeit zu verlieren) statt.

 

Eine neue antikapitalistische, klassenkämpferische Front im Spanischen Staat

https://www.klassegegenklasse.org/eine-neue-antikapitalistische-klassenkaempferische-front-im-spanischen-staat/

 

Beteiligt waren

Die Initiative wird bisher von 135 individuellen UnterzeichnerInnen unterstützt.

Bei dem Treffen wurde ein programmatisches Dokument verabschiedet, von dem bisher nur der Entwurf veröffentlicht ist. Der Entwurf Spanien: Front klassenkämpferischer Gruppen gebildet weiterlesen

Überblick über die Plan B-Diskussion

 

EU-Debatte: Auf der Suche nach dem Ausgang

http://www.sozonline.de/2016/04/eu-debatte/

 

In der aktuellen SoZ gibt Steffen Stierle einen Überblick die Plan B-Diskussion. Er gelangt zur Schlußfolgerung: „Unbeschadet dieser Diskussion [über die Europäische Union] ist es sinnvoll, den Euro-Exit in den Mittelpunkt zu stellen. Schließlich ist hier die politische Auseinandersetzung akut.“
Dabei war er weiter oben in seinem Artikel schon dichter an der Wahrheit dran, als er schrieb: „politisch betrachtet funktioniert der Euro. Er funktioniert als Werkzeug zur Durchsetzung von Steuer- und Lohndumping, von Sozialabbau und Privatisierungen. Es ist sinnvoll davon auszugehen, dass die Fehlkonstruktion des Euro nicht durch die ökonomische Inkompetenz der politischen Eilten und ihrer Berater zu begründen ist, sondern durch das Interesse der Mächtigen, Sozialstaaten kaputt zu machen, Löhne zu drücken und Steuergelder in die Großbanken umzuverteilen.“
Das Übel sind freilich auch nicht nur ein diffuses „Interesse der Mächtigen“, sondern die Mechanismen der kapitalistischen Produktionsweise. – Wir möchten die Frage daher anders stellen: Was spräche eigentlich dagegen, wenn die Währung Vereinigter Sozialistischer Staaten von Europa weiterhin „Euro“ hieße (außer Bedürfnis nach einem sprachlichen Bruch nach dem „revolutionären Bruch“)?

Einladung zur Debatte – über Strategien und Pläne von und für Linke in Europa

1. systemcrash und TaP haben ein Flugblatt zur DiEM25 („Democracy in Europe Movement 2025“)-Gründung, die heute unter Beteiligung von Yanis Varoufakis u.a. in Berlin stattfindet, geschrieben:

 

Der stumme Zwang der Verhältnisse und die juristische Illusion der Politik

https://de.indymedia.org/node/7909

 

Bild von S. 1 des Flugis zum DiEM25-Manifest

Bild von S. 2 des Flugis zum DiEM25-Manifest

http://plaene.blogsport.eu/files/2016/02/zum_diem25-manifest.pdf (2 Seiten)

2. Außerdem haben sie Einladung zur Debatte – über Strategien und Pläne von und für Linke in Europa weiterlesen

Mitmachen!

Wir würden uns freuen, wenn Du hier mitmachen würdest (siehe auch Einladung zur Debatte). Sei es, dass

  • Du uns auf nicht funktionierende oder nicht zur gemeinten Stelle führende Links oder andere (z.B.: Datierungs-)Fehler aufmerksam machst
  • Ergänzungsvorschläge zu unseren Text-Listen hast
  • oder einen Kommentar oder Artikel postest
  • oder Dich an der Redaktion, die wir gerne pluraler zusammengesetzt sähen, beteiligst.

Damit das hier freilich nicht nur eine Diskussionen über ‚Ideen’ / „Pläne“ bleibt, sondern Mitmachen! weiterlesen

BT 16: KB-Papier von systemcrash und TaP

Den Klassen-Begriff diskutieren!

https://linksunten.indymedia.org/node/163936 (mit 25 Kommentaren)

 

Der Text antwortet teils auf die Kommentare unter dem „Dilemma“-Papier des gleichen AutorInnen-Duos (BT 15) und versucht außerdem eine Vertiefung der Diskussion über den Klassen-Begriff:

Wir möchten die Kommentare zu unserem Text hier nutzen, um eine doppelte Unterscheidung zu treffen. Wir möchten unsere Position nämlich

  • sowohl von einem Subjektivismus und Idealismus, der da meint, der Vorstandsvorsitzende von Daimler-Benz könne genauso gut bzw. leicht Kommunist werden, wie

– die Bandarbeiterinnen in den Werkhallen von Daimler (falls es denn bei Daimler überhaupt noch Fließbänder gibt)

oder

– auch die Ingenieure oder auch Ingenieurinnen (die zusätzlich zu ihrem Lohneinkommen nicht noch ein Vermögen in Millionen-Höhe besitzen, von dessen Ausschüttungen, sie auch ohne Lohnarbeit leben könnten) in den Planungsabteilungen des Daimler-Benz-Konzernes

KommunistInnen werden können,

  • als auch einem Proletkult, der statt von einem marxistischen von einem soziologisch-kulturalistischen Klassenbegriff ausgeht: ‚Unsere Klasse‘ sind dann nicht alle Lohnabhängigen, sondern ausschließlich die handarbeitenden Lohnabhängigen mit schlechter Schulbildung und besonders schlechter Bezahlung.

Das Papier endet mit einem Abschnitt mit der Überschrift „Wie weiter mit dem Klassenbegriff und dem Klassenkampf und der politischen Organisierung von Linken nach dem Scheitern der NAO als ‚breites‘ und der SYRIZA als anti-neoliberales Projekt?“.